Was ist ein Hypothekendarlehen?

Unter dem Begriff Hypothekendarlehen werden in der Regel all diejenigen Darlehen subsumiert, die grundbuchrechtlich gesichert sind. Ein Darlehen kann im Bankwesen mithilfe einer Hypothek, die zu den Grundpfandrechten zählt, durch eine Immobilie gesichert werden. Landläufig wird jedoch nicht nur das Grundpfandrecht (§§ 1113-1190 BGB) als Darlehen bezeichnet, sondern auch die mit ihm verbundene Hypothek. Entsprechend dient eine Hypothek vorrangig als Sicherungsmittel für ein Darlehen bzw. einen Kredit und wird in der Regel am Eigentum an einer Immobilie, einem Grundstück oder am Erbbaurecht begründet. Hierbei ist zu beachten, dass der Darlehensgeber das Recht hat, die Zahlung einer vertraglich festgelegten Geldsumme aus dem Grundstück zu fordern, auch wenn dies die Zwangsvollstreckung (§ 1147 BGB) der Immobilie zur Folge hat.

Grundsätzlich handelt es sich bei Hypothekendarlehen um eine der günstigsten Formen der Darlehensbeschaffung, da ihre Absicherung durch die Verpfändung einer entsprechenden Immobilie gewährleistet ist. Bei einem Beleihungswert von bis zu 60 Prozent erhält man in der Regel einen sehr günstigen Zinssatz, da bei höheren Beleihungen das Risiko für den Darlehensgeber steigt, wird bei Beleihungen über 60 Prozent ein Zinsaufschlag berechnet.
Zu beachten ist darüber hinaus, dass es sich bei einem Hypothekendarlehen im Regelfall um einen langjährigen Vertrag handelt und eine Kündigung meist nur verbunden mit sehr hohen Kosten vollzogen werden kann. Ratsam ist es daher einen Vorfälligkeitsschutz abzuschließen, der beispielsweise einen kostenlosen Schuldnerwechsel, einen Pfandtausch oder aber die Übertragung des Hypothekendarlehens ermöglicht.

Vorteile
Für den Darlehensgeber bietet ein Hypothekendarlehen ein besonders hohes Maß an Sicherheit, denn er hat das Recht die beliehene Immobilie bei Nichteinhaltung der vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten zu pfänden, gegebenenfalls zu veräußern und den ausstehenden Betrag aus deren Erlös zu entnehmen. Der Darlehensnehmer hingegen profitiert von günstigeren Zinskonditionen aufgrund seiner erhöhten Kreditwürdigkeit, die auf der Sicherstellung der Rückzahlung durch das Verpfänden der betreffenden Immobilie fußt.

Nachteile
Für den Darlehensgeber besteht der Hauptnachteil in den geringeren Zinseinnahmen, während der Darlehensnehmer das Risiko einer Eintragung des Grundpfandrechtes seiner Immobilie ebenso trägt wie die anfallenden Zusatzkosten für den Notar und den Grundbucheintrag.