Kreditgeber – So finden Sie den passenden Geldgeber

Bei dem Kreditgeber handelt es sich um eine natürliche oder juristische Person, die einem Kreditnehmer auf der Basis einer entsprechenden Vereinbarung einen Kredit gewährt. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind Darlehensgeber und Gläubiger.

Die rechtliche Basis

Kredite können anhand verschiedener Kriterien systematisiert werden. Im Rahmen der Einteilung nachKreditgeber ist zu unterscheiden zwischen den gewerblichen Krediten, die von Finanzinstituten gewährt werden, und privaten Krediten. Hierunter fallen nicht nur Kreditverhältnisse mit Privatpersonen, sondern auch mit Geschäftspartnern. Während es für einen unter Privatpersonen vergebenen Kredit, der nicht dem Verbraucherdarlehensrecht unterliegt, keinerlei Formvorschriften gibt, muss der gewerbliche Kreditgeber vor seiner Zusage einen Kreditvertrag unterschreiben. Erforderlich ist gemäß §§ 1 Abs. 1 Nr. 2, 32 KWG darüber hinaus auch die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Im Kreditvertrag, der auch von der anderen Vertragspartei zu unterzeichnen ist, werden alle wesentlichen Vereinbarungen festgehalten. Hierzu zählen beispielsweise die Art des Kredits, die Höhe des überlassenen Betrags oder Angaben zum Zinssatz, der Tilgung und den Zahlungsterminen. Um die Bonität des potenziellen Kreditnehmers besser einschätzen zu können, nehmen die Banken und Sparkassen eine Kreditwürdigkeitsprüfung vor. Kommt diese zu einem negativen Ergebnis, kann der Darlehensgeber die Zusage verweigern oder von der Stellung zusätzlicher Sicherheiten abhängig machen.

Lieferanten als besondere Kreditgeber

Als Kreditgeber kommen grundsätzlich auch Lieferanten in Betracht: Räumen sie ihren Kunden ein Zahlungsziel ein, so handelt es sich hierbei um eine sehr häufig genutzte Form des kurzfristigen Kredits. Die Fristen für den Lieferantenkredit liegen im Durchschnitt bei ein bis drei Monaten, Abweichungen sind allerdings zulässig.

Rechte und Pflichten des Kreditgebers

Der Kreditgeber hat dem Kreditnehmer die vereinbarte Kreditsumme zu den vereinbarten Konditionen zur Verfügung zu stellen. Als Finanzinstitut trifft ihn beim Abschluss eines Verbraucherkreditvertrags darüber hinaus auch die Pflicht zur Beratung: Er muss dem Kreditnehmer die dem jeweiligen Vertragsverhältnis zugrunde liegenden Bestimmungen in angemessener Form erläutern, so dass diese verständlich werden. Ein direktes Gespräch ist hierzu jedoch nicht erforderlich. In welchem Umfang diese Erläuterung stattzufinden hat, hängt dabei nicht nur von der Komplexität des Darlehensgeschäfts ab, sondern auch von den Verständnismöglichkeiten des Vertragspartners. Der Kreditgeber erhält das Recht auf die Rückzahlung der Kreditsumme und kann für die Kapitalüberlassung Zinsen verlangen.